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Hochstetter Ex Libris
Bibliothek im Hause Hochstetter

[Bearbeiten] Geschichte

In den 1920er Jahren erwarb der jüdische Schriftsteller Prof. Gustav Hochstetter ein großes Grundstück am damaligen Kronprinzendamm und ließ sich bis 1926 eine Doppelhaushälfte darauf bauen. Dort betrieb er zusammen mit seiner zweiten Ehefrau Hildegard eine "Bibliotheksgesellschaft". Während der NS-Zeit musste er sich daraus zurückziehen und auch seinen Grundbesitz abgeben. Ihm gelang es 1940, Grundstück und Wohnhaus seiner inzwischen geschiedenen nichtjüdischen Frau zu schenken. Hochstetter wurde 1942 über Radinkendorf (Arbeitslager) nach Theresienstadt deportiert, wo er 1944 verstarb.

Hildegard Hochstetter führte ab 1942 das übernommene Haus als Gästehaus weiter. Unter den Augen von Angehörigen des Militärs und der SS, beherbergte sie mehrere jüdische Mitbürger unter illegaler Identität bis zum Ende der Naziherrschaft. Weitere Details finden Sie im Gedenkbuch der Gemeinde Bad Saarow.

Während der DDR-Zeit war das Haus ...

Nach der Wende wurde das Haus vom JCC übernommen und verkauft. Es ist heute wieder Privateigentum.

Stolpersteine

Vor dem Haus wurden im November 2008 zwei Stolpersteine für Gustav Hochstetter und seine Tochter Elisabeth verlegt.

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